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Projekt Steinkauzschutz
Ein Artenschutzprojekt des NABU Rheinland-Pfalz

In unserer Gegend ist der Steinkauz die kleinste*) noch vorkommende Eule. Wahrscheinlich weniger bekannt als Waldohr- und die hübsche Schleiereule. Seine Wohngebiete sind alte Obstbäume, Kopfweiden, Felslöcher und andere Nischen im Zusammenhang mit offenen, steppenartigen Flächen. Hier jagt er Mäuse und verschiedene Großinsekten. Leider sucht man nach diesen Gegebenheiten in unseren Gegenden vergeblich, denn wo wirtschaftlicher Ertrag und Flurbereinigungen vorherrschen, wird diese kleine Eule aus ihrem Lebensraum vertrieben. Dieser Tatsache kann man entgegenwirken, indem man Restbestände alter Bäume in Neuordnungspläne integriert, an geeigneter Stelle Neupflanzungen vornimmt und zu gegebener Zeit mit entsprechenden künstlichen Nisthilfen ausstattet.

In unserem Fall kommen für den Einsatz von Nisthilfen hauptsächlich Weinbergslagen in Frage. Tierweiden sind ebenfalls sehr gut geeignet. Verzichten sollte man auf die Anbringung von Niströhren, wenn vorraussehbar ist, das im gesamten Umfeld überwiegend Getreide angebaut wird. Der Einzug eines Kauzes kann zu Beginn des Sommers schwerwiegende Verluste mit sich bringen, da die anfangs der Saison offenen Flächen nun völlig zugewachsen sind und die Jungtiere somit verhungern.

Zur Unterstützung des NABU und der Vogelwarte Radolfzell betreuen wir nun weitere Steinkauzröhren in den gemeinden Hahnheim, Selzen (westlicher Weinbergshang), Köngernheim, Zornheim, Udenheim und Sörgenloch. Dies beinhaltet die Standortbeobachtung, Instandhaltung und Reinigung der Röhren zu geeigneten Zeiten. Sämtliche Beobachtungen und Bruterfolge werden dokumentiert und weitergeleitet.

*) bezogen auf das Rheinhessische Hügelland

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Sollten Sie Fragen zur Steinkauzarbeit oder Interesse an der Mitarbeit haben, können Sie sich gerne an uns bzw an den NABU-Rheinland-Pfalz wenden.

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