Die Selz
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Die Selz

Die Quelle der Selz bei Orbis

Die ersten Meter im gradlinigen Bett

Renaturierter Bereich bei Sörgenloch

Die Selz entspringt als kleines Bächlein bei Orbis. Auf ihrem Weg durchfließt sie die beiden Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen. Nach etwa 63 km mündet sie bei Ingelheim in den Rhein.
Ihr 375km² umfassendes Einzugsgebiet ist durch warmtrockenes Klima mit Jahresniederschlägen um 500mm gekennzeichnet.
Trotz ihrer geringen, vielfach unregelmäßigen Wasserführung gilt die Selz als Sammelader des niederschlagsarmen rheinhessischen Hügellandes. Der Abfluss besteht bei Mittel- und Niedrigwasser zu einem beträchtlichen Teil aus gereinigtem Kläranlagenablauf. Die Gewässergüte hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die Sohle des Gewässers ist infolge der hohen Schwebstoffbelastung der Hochwässer aus Bodenabschwemmungen im Einzugsgebiet stark verschlammt. Das Selbstreinigungsvermögen der Selz ist beeinträchtigt, weil die natürliche Sohlen- und Uferstruktur fehlt.
Die Selz ist Streckenweise begradigt und befindet sich weitgehend in einem naturfremden Zustand. Sie ist durch den frühen, durch die Landwirtschaft bedingten Gewässerausbau und in der Vergangenheit intensive Gewässerunterhaltung über viele Kilometer hinweg extrem einförmig und strukturlos. Die ackerbauliche Nutzung grenzt bis unmittelbar an das Gewässer an. Uferrandstreifen fehlen entweder völlig oder sind zu schmal, um dem Gewässer eine naturnahe Strukturentwicklung zu ermöglichen.
Die noch Anfang dieses Jahrhunderts in größerem Umfang vorhandene, ökologisch wirksame Talaue ist infolge des Agrarstrukturwandels inzwischen auf Restbestände in ackerbaulich nicht nutzbaren Bereichen geschrumpft (z. B. „Hahnheimer Bruch“).
Aufgrund dieser Randbedingungen wurde von der Wasserwirtschaftsverwaltung zusammen mit dem Selzverband ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet.

Mehr dazu in der Broschüre „Zukunftsweisende Strukturen für das SELZTAL“, herausgegeben vom Kulturamt Worms in Zusammenarbeit mit dem Selzverband Ingelheim und dem Staatlichen Amt für Wasser- und Abfallwirtschaft Mainz. Siehe Links

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